Mit welchen Piercing-Ringen kann ich eine Entzündung verhindern?

Viele Jugendliche könne es kaum erwarten, sich das erste Piercing stechen zu lassen. Nachdem der endgültige Entschluss steht, gibt es jedoch noch einige Details, die es zu beachten gilt. Allen voran muss man sich für das Material des Piercings entscheiden.

Mit dem richtigen Material kann nichts schiefgehen

Oft ist der Look entscheidend, aber viel wichtiger ist es, ein Material zu wählen, mit dem man keine Entzündung riskiert. Besonders an “speziellen” Stellen kann dies richtig hässlich und vor allem schmerzhaft sein. Eine Entzündung lässt sich ganz einfach vermeiden, in dem man sich über sämtliche Materialien informiert. Natürlich könnte man sich nur auf das Fachwissen des Piercers verlassen, doch besser ist es, man geht auf Nummer sicher. Mit Titanprodukten ist man z. B. immer auf der sicheren Seite, da Titan aufgrund der extrem glatten Oberfläche relativ keimfrei ist. Nicht umsonst kommt es auch in der Chirurgie zum Einsatz. Das Gleiche gilt für Polytetraflouretylen (PTFE), das zusätzlich eine unangenehme Verklebung so gut wie unmöglich macht. Besonders Nickelallergiker sollten sich für ein Piercing aus Platin entscheiden, weil es in den meisten Fällen zusätzlich mit Palladium und Kupfer verschmolzen wird. Es ist auf jeden Fall perfekt für das erste Piercing geeignet. Ein weiteres nickelfreies Material ist das stahlähnliche Implantanium, das ebenfalls von erfahrenen Piercingstudios empfohlen wird. Wer partout auf Gold pocht, sollte sich zumindest für die 750er-Variante entscheiden. Auch wenn dies etwas teurer wird, kann man zumindest sicher sein, dass es nicht so schnell oder überhaupt nicht anläuft. Geiz ist in diesem Fall absolut “ungeil”. Eine weitere Möglichkeit ist Niobium, ein Material, das die Haut nicht reizt.

Piercings und Hygiene gehen Hand in Hand

Auch wenn man ein verlässliches Piercing Material gewählt hat, heißt dies jedoch nicht, dass man es künftig mit der Hygiene nicht mehr so genau nehmen muss. Trotz dieser Materialien kann es zu Entzündungen kommen, wenn man die frische Piercing-Wunde nicht 2-3 Mal am Tag desinfiziert. Dass man das Piercing während des Heilungsprozesses nicht mit ungewaschenen Händen berühren sollte, ist ja allgemein bekannt. Seife und fremde Körperflüssigkeiten müssen der Wunde ebenfalls fernbleiben. Ist die Wunde endlich verheilt, muss sie trotzdem ab und an mit Wasser durchgespült werden. Im Laufe der Zeit sammeln sich dort für gewöhnlich Schmutz und Talg an. Bei mangelnder Hygiene kann dies ebenfalls eine Entzündung hervorrufen.

Begeben Sie sich stets in vertrauensvolle Hände

Wer also das richtige Material auswählt und mit dem frischen Piercing achtsam und sehr hygienisch umgeht, wird sich schon bald an seinem neuen Accessoire erfreuen können. Und nicht vergessen: Man sollte sich wirklich nur in ein Piercingstudio begeben, das sämtliche hygienischen Voraussetzungen erfüllt.

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