E-Mails – so funktioniert die elektronische Post

E-Mails - so funktioniert die elektronische PostWenn Sie einen Brief zur Postkasten bringen wissen Sie, dass er von der Post dort abgeholt und am Ende seines Wegs von einem Briefträger in den Briefkasten des Empfängers gesteckt wird. Was bei der elektronischen Post nach dem Drücken des Absende-Buttons passiert, ist dagegen weit weniger bekannt. Wie gelangt eine E-Mail zu ihrem Adressaten?

Der Wer einer E-Mail

Die elektronische Post hat mit ihrem papiergebundenen Pendant nicht nur den Namen gemein. Auch bei der E-Mail gibt es einen Inhalt und einen Umschlag. Dieser elektronische Umschlag, der sogenannte Mail-Header schützt allerdings nicht vor neugierigen Blicken, sondern dient nur dazu, für die Zustellung notwendige Angaben aufzunehmen, insbesondere den Absender und den Empfänger. Dieser Umschlag wird im Normalfall vom E-Mail-Programm automatisch erstellt und enthält üblicherweise noch die Betreffzeile (engl. Subject) und den Zeitpunkt der Erstellung, sozusagen den Poststempel. Das E-Mail-Programm sendet die Mail aber nicht direkt an den Empfänger, sondern liefert sie bei einem Mailserver ein und jeder Mailserver quittiert den Empfang der E-Mail ebenfalls auf dem Umschlag. Hieran lässt sich der Weg nachvollziehen, den eine E-Mail genommen hat. Normale E-Mail-Reader zeigen den Umschlag normalerweise nicht an, die Anzeige lässt sich aber bei manchen einschalten.

Vom Absender zum Empfänger

Das bekannteste Symbol für die E-Mail ist das Commercial-At, das kleine a mit dem Kringel. Dieser Buchstabe taucht in jeder E-Mail-Adresse auf und besitzt dort eine besondere Bedeutung. Er trennt den Namen des Empfängers oder Absenders vom Rest der Anschrift. Für den Transport der Mail ist ausschließlich der rechte Teil der Adresse wichtig. Der linke Teil wird erst am Ende des Transportwegs vom empfangenden Mailserver verwendet, um den richtigen Nutzer zu identifizieren. Um eine E-Mail abzusenden nimmt sich das Mailprogramm den rechten Teil der E-Mail-Adresse und fragt einen DNS-Server, wer für die Zustellung von Mails an diese Adresse zuständig ist. Die Antwort kann einen oder mehrere Mailserver benennen, die auch unterschiedlich priorisiert sein können. Das Mailprogramm versucht nun die E-Mail beim ersten Server einzuliefern. Ist der Server nicht erreichbar und weitere vorhanden, versucht es den Zustellversuch bei dem Server mit der nächstniedrigeren Priorität. Falls der kontaktierte Mailserver noch nicht das endgültige Ziel ist, übernimmt er die weitere Zustellung der E-Mail. Vom letzten Mailserver kann die E-Mail dann über Protokolle wie IMAP oder POP, bei entsprechenden Angeboten aber beispielsweise auch über eine Webschnittstelle gelesen werden. Mehr dazu erfahren Sie z.B. in diesem E-Mail Workshop.

Vom Brief zur E-Mail

Wie eine E-Mail zu ihrem Empfänger gelangt ist weit weniger bekannt, als bei dem klassischen Brief. Die elektronische Post ähnelt ihrem konventionellen Gegenstück allerdings nicht nur im Namen. Die Zustellung der E-Mail erfolgt in ähnlicher Weise, wie die eines Briefes.

Bild: Argus – FotoliaSimilar Posts: