Ich bin ja so verschossen….

Frau mit GesichtsmaskeIm Laufe des Lebens verändert sich die Haut. Manche Menschen haben seit der Geburt die Anlage für Sommersprossen und Leberflecke, andere bekommen Pigmentstörungen und eine sogenannte Hyperpigmentierung erst später. Je nach Ausprägung und Ursache suchen Geplagte dann nach einer Behandlung, die die Pigmentanomalien vor allem im Gesichtsbereich entfernen oder aufhellen kann.

Muttermale und Altersflecken: Hyperpigmentierung in den verschiedenen Lebensabschnitten

Vor allem in der Schwangerschaft oder während anderer Phasen hormoneller Veränderung haben insbesondere Frauen oft mit Hyperpigmentierungen zu kämpfen. Neben der zur Schwangerschaft fast dazu gehörenden Linea negra zwischen Bauchnabel und Schambereich, verdunkeln sich noch andere Hautabschnitte, die eine besondere Signalwirkung auf das erwartete Baby haben. Die Brustwarzen werden dunkler und auch um den Mund der Mutter herum können Pigmentveränderungen entstehen – die sogenannte Schwangerschaftsmaske.
Diese Hyperpigmentierung ist vor allem dann lästig, wenn sie wie ein Kaffeerand aussieht oder wirkt, als sei das Make-Up verschmiert. Dann tragen sich viele Frauen mit der Frage nach den Möglichkeiten der Veränderung dieser Hautprobleme, derer es viele gibt.
Manche möchten die Veränderung in einer kosmetischen Behandlung entfernen lassen, wie es durch den Einsatz eines Lasers möglich ist. Auch das Aufhellen durch Rucinol oder den Einsatz bestimmter Säuren sind eine Möglichkeit, lästiger Überpigmentierung im Wortsinne auf die Pelle zu rücken. Mehr zu Pigmentflecken: www2.eucerin.com/de/even-brighter

Lasern, cremen, ertragen – beim Umgang mit Pigmentstörungen gibt es keinen “einen Weg”

Michael Jackson hat es in seinem Umgang mit der dunklen Haut vorgemacht: die Aufhellung bis ins Extreme ist möglich. Warum also sollte man, besser frau, nicht ebenfalls diesen Weg gehen?
Vor allem bei großflächiger Hyperpigmentierung scheint die Verwendung von hautaufhellenden Cremes ein probates Mittel – allerdings nur, wenn sie unschädlich sind. Und da ist die Crux: viele der vor allem im Ausland verwendeten Präparate beinhalten Quecksilber oder Hydrochinione als Wirkbestandteil. Vor der fixen Idee, den Zeichen des Lebens durch schnelles Cremen entgegen zu wirken, sollte das Präparat genauestens begutachtet, idealerweise in Absprache mit einem Hautarzt ausgewählt und definitiv nicht im Ausland erworben werden.
Ähnlich, allerdings ohne Nachweis zur Gefährlichkeit, verhält es sich mit Hautbleichern auf der Basis des Melaninsynthesehemmers Rucinol. Sie bremsen die übermäßige Melaninproduktion, die für die Hautpigmentierung verantwortlich ist und bleichen so die Hautabschnitte mit Hyperpigmentierung auf.
Eine Behandlungsmethode auf physikalischer Ebene, ganz ohne Chemie, ist das Lasern der pigmentierten Stellen, was in der Regel ohne Narbenbildung verläuft. Im Anschluss ist aber eine langfristige Pflege mit einer Sonnencreme extrem hohen Lichtschutzfaktors nötig. Da die Haut auf die Zerstörung des Melanins in der Hautschicht mit entsprechender Nachproduktion reagiert, wird dieser Prozess durch die Sonneneinstrahlung, genauer die UV-B-Strahlen, zusätzlich begünstigt. Sie müssen deswegen abgehalten werden.

Die Haut spiegelt die Seele – und das Leben

Letztlich sind alle Maßnahmen an der Hautfärbung auch ein Eingriff in den natürlichen Schutzmantel unseres Körpers und unserer Persönlichkeit. Freilich soll niemand, der unter einer Pigmentstörung wirklich leidet, die Möglichkeit zur Veränderung versagt bekommen – andererseits stellt sich aber doch die Frage nach der Risiko-Nutzen-Abwägung und ob es wirklich sein muss, jedes Zeichen des Lebens entfernen oder aufhellen zu lassen. Denn nicht alles, was subjektiv störend ist, braucht auch wirklich eine Behandlung, zumal, wenn diese mit entsprechenden Nebenwirkungen verbunden ist. Manches ist auch nur die Zeichen eines geglückten Lebens und Erinnerung an schöne Momente.

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