Aufgepasst: Sehschwäche bei Kindern frühzeitig erkennen

Etwa 10 – 15 % der Kinder weisen eine Sehschwäche auf – 60 % davon werden zu spät erkannt und können daher schwere Folgen nach sich ziehen. Besorgniserregend, nicht wahr? Damit Ihr Kind nicht ein Leben lang unter einer Fehlsichtigkeit leiden muss, ist es daher bedeutend, Vorsorge zu treffen und frühzeitig das Sehvermögen des Kindes zu trainieren und im Auge zu behalten.

Sehschwäche bleibt in jungen Jahren oft unerkannt

Im Kleinkindalter können Kinder eine Sehschwäche oft verbergen. Die Sehschwäche wird dann oft erst in der Schule entdeckt. Ihr Kind kann dann womöglich die Buchstaben an der Tafel nicht richtig entziffern oder sträubt sich davor, einen Text laut vorzulesen. In solchen Fällen handelt es sich dann oft um eine so genannte Amblyopie. Das ist eine Schwachsichtigkeit: Das scharfe Sehen wurde in den ersten Lebensjahren nicht richtig gelernt und ist somit im Gehirn auch nicht als solcher Vorgang abgespeichert. Wird solch eine Sehschwäche erst im Schulalter erkannt, so sei es bereits zu spät, meinen Experten. In den ersten drei Lebensjahren sei die Lernfähigkeit der Augen am stärksten. Mit den Jahren vermindert sich diese, so dass neues Lernen in Bezug auf das Sehen kaum noch möglich ist.

Die Alarmsignale erkennen und sofort handeln

Gehen Sie mit Ihrem Kind zu einer Vorsorgeuntersuchung und das am besten mehrmals in den ersten drei Lebensjahren. Eine fachmännische Beratung kann Ihnen ein Optiker geben. Dieser kann dem Kind auch schließlich eine Brille bei einer Fehlsichtigkeit verordnen. Manchmal wird auch das besser funktionierende Auge abgeklebt, so dass das andere Auge verstärkt vom Gehirn trainiert werden muss. Folgende Alarmsignale sind Anzeichen einer Sehschwäche:

  • Schielen
  • ein häufiges Schiefstellen des Kopfes
  • eine getrübte Hornhaut
  • große und starre Pupillen
  • häufiges Zusammenkneifen der Augen bzw. auch häufiges Zwinkern
  • Augenzittern
  • Vorbeigreifen an Gegenständen
  • Leseunlust und Kopfschmerzen (bei älteren Kindern)

Treffen Sie Vorsorge und lassen Sie Ihr Kind untersuchen!

Um Ihrem Kind eine Zukunft ohne eine Fehlsichtigkeit oder Schielen gewährleisten zu können, sollten Sie bereits in den ersten drei Lebensjahren zusammen mit Ihrem Kind – auch wenn es keine Anzeichen für eine Sehschwäche gibt – einen Augenarzt oder Optiker aufsuchen, der die Augen Ihres Kindes untersucht. Weitere Informationen dazu finden Sie z.B. hier.

Bildquelle: PhotographyByMK – Fotolia

Ähnliche Beiträge: